Messier 34

Am 1.3. war wieder klarer Himmel, der Mond schon abnehmend und so ergab sich eine Zeitspanne, die für ein astrofotografisches Objekt nutzbar war.

Ziel des Abends: Messier 34. Dieser offene Sternhaufen im Sternbild Perseus war auch schon im November 2020 mal dran, aber dann scheiterte dort das Equipment, insbesondere die Nachführung versagte und es wurde jede Menge Erfahrung gesammelt … (also Ausschuss produziert). Wer denkt, dass es normal ist, einfach alles einzuschalten und los geht es, der hat es selber noch nicht ausprobiert. Ich freue mich auf jeden Fall immer, wenn alles funktioniert: von der ausgerichteten Montierung über die Fokussierung, die Übertragung zum Sternwartenrechner und dann noch als i-Tüpfelchen: die WLAN-basierte Steuerung vom Schreibtisch aus.

Apropos WLAN: in der Zwischenzeit klappte nun die Verbindung zwischen Laptop und Handsteuerung der Montierung. Was brachte den Durchbruch?
Nun ja, es waren zweierlei Dinge – erstens sollte man versuchen, eine CGEM-Handsteuerung auch nur mit einem CGEM-Kabel anschließen und n i c h t  mit einem Kabel von Meade. Das passt zwar auch in die vorhandene Buchse, will aber die Daten irgendwie anders übertragen. Als zweites sollte man auch einen aktuellen USB-Serial-Adapter verwenden und nicht einen, der schon über 15 Jahre auf dem Buckel hat. Scheinbar hat sich auch dort was in Richtung Technik geändert.
Was das Ganze mit dem WLAN zu tun hat? Nun ja, einer erfolgreichen Fernsteuerung steht nun nichts mehr im Weg. Der Computer kommuniziert mit allen Komponenten: DSLR, Guiding-Cam (diese wiederum mit der Montierung) und schließlich noch via SkyChart (oder Cartes du Ciel) mit der Montierung selber. Und mit dem TeamViewer lässt sich dieser schöne Computer aus der Ferne steuern.

Eigentlich ganz einfach und mit mehr dunklem Himmel wäre heute schon der Abend der Fernsteuerung gewesen. Aber so konnten wenigstens 1 h 25 min Belichtungszeit auf M34 verwendet werden. Das Ergebnis lohnt sich.