Vollautomatik

Da nun am 2.3. ebenso schöne Beobachtungsbedingungen vorlagen wie am 1.3. und der abnehmende Mond erst nach 22 Uhr am Himmel erschien, konnte ein vollautomatisches Experiment probiert werden.

Das einzige, was noch per Hand erledigt wird, ist das Einschalten des Equipments und das Aufschieben des Daches. Der Rest, so der Anspruch, soll vom Schreibtisch aus erfolgen. Alle Verbindungen wurden noch mal geprüft und dann ging es schon in der Dämmerung mit dem Anfahren hellerer Sterne los: Rigel, anschließend Beteigeuze, dann Prokyon, zuletzt Sirius. Alles klappte. Die Dämmerung war gegen 19:15 Uhr zu Ende, Startschuss für Messier 50, einem schönen offenen Sternhaufen im Sternbild Einhorn, danach ging es zu Messier 93, einem offenen Sternhaufen im Sternbild Achterdeck. Dort ließ sich jedoch kein Guidingstern finden, also wurde alternativ Messier 98 aufgenommen. M 98 ist eine schöne Galaxie im Sternbild Haar der Berenike. Auf diese Galaxie in runde 46 Mio. Lichtjahren Entfernung schaut man schön auf die Seitenkante drauf. Sieht phantastisch aus!
Während der Aufnahmezeit von M98 passierte M93 den Meridian, so dass er nochmal eingestellt wurde, dieses Mal musste sich jedoch das Teleskop anders ausrichten (sog. Meridian-Flip). Ergebnis: Guidingstern vorhanden, es konnte aufgenommen werden. Die abschließende Zeit bis zum Mondaufgang wurde für Messier 91 genutzt.

Alles vollautomatisch, alles lief super, so wie es sein soll.

Weitere Ergebnisse aus dem Jahr 2021 sind hier zu finden: Astrofotografie