Partielle Sonnenfinsternis

Am 10.6.  gab es wieder eine Möglichkeit, ein sehr seltenes Naturschauspiel zu beobachten: eine Sonnenfinsternis.

Die eigentlich ringförmige Sonnenfinsternis war allerdings vom Beobachtungsstandort aus nur partiell beobachtbar, der Finsternispfad lief über Nordost-Kanada und Grönland. Orte, die zum gegebenen Datum nicht nur wegen der Corona-Pandemie unerreichbar waren. Die Sonnenfinsternis gehört zum Saros-Zyklus 147 und trägt dort die Nummer 23.

Da die letzte partielle Sonnenfinsternis für Mitteleuropa schon eine kleine Weile (oder Ewigkeit) her ist, nämlich vom 20.3.2015, lockten die rund 10% Verfinsterung der Sonnenscheibe und da auch der Dienstplan mitspielte, konnte an einige Aufnahmen gedacht werden. Gegen 11:45 MESZ war alles bereit, der erste Kontakt war bereits vergangen (11:39 MESZ). Der Zeitpunkt der maximalen Bedeckung war für 12:38 MESZ berechnet. Das Wetter der Vortage war sommerlich mit viel  klarem Himmel, zum Start war der Himmel  über der Station weitestgehend offen, nur am Nord- und Westhimmel zogen einige beunruhigende Wolken hin und her.

Die Telescope-Station lief im Vollautomatik-Modus, so dass die ersten Aufnahmen gleich live weitergeleitet werden konnten. Die partielle Phase konnte sehr gut beobachtet und festgehalten werden. Die Bewölkung nahm allerdings auch zu. Leider war gegen 12:25 MESZ der Himmel vollständig dicht, es waren keine weitere Beobachtung und keine weiteren Bilder mehr möglich.

Somit lässt sich sagen, dass die partielle Sonnenfinsternis nur partiell beobachtet werden konnte.